Mittwoch, 25. Februar 2009

Besuch der Australierin in unserem trauten Heim

Zwei Tage lang hatten Mona und ich Anna aus Australien bei uns zu Gast. Sie machte eine etwa zweimonatige Reise durch Osteuropa, angefangen in Estland bis nach Bulgarien, um dann noch ein paar Freunde in London und Wien zu besuchen. Sie ist in ihrem Leben echt schon viel zumgekommen und es war sehr interessant ihr zuzuhoeren wenn sie von ihren Reisen erzaehlte.
Denn wenn man in Australien lebt, dauern die Reisen meistens so einen Monat oder laenger, weil es sich nicht lohnt nur fuer ein paar Tage zu verreisen. Ist einfach zu teuer, weil das Naeheste waere immer noch Asien. Fuer mich ist das schwer vorstellbar, weil in Europa alles so nah ist. Verglichen mit Australien jedenfalls.. Ich zeigte ihr ein bisschen was in GO und am Nachmittag waren Mona, Anna und ich dann in VT auf dem Zarevez und in der Allstadt.

Feli und Anna

Blick vom Zarevez auf die drei Kirchen entlang des Flusses Jantra

sieht stark nach Moschee aus wegen dem Minarett, aber ich habe bisher noch nirgendwo gelesen, dass es in VT eine Moschee geben soll.. ich werde mal Deni fragen

der Zarevez ist doch immer noch der schoenste Platz in VT

Anna gefiel es auch

Heute sah ich zum ersten Mal auch das Innere der Kirche. Bisher war sie immer geschlossen als ich auf dem Zarevez war. Sehr beeindruckend, weil es auch ganz anders war als ich erwartete, naemlich sehr modern.

Monas akrobatische Uebungen ;)

Stolz weht die bulgarische Fahne im Wind, denn in der Tat herrschte auf dem Berg ein ganz kraeftiger Wind.

Und die Daemmerung setzte ein.

In einem Souvernirladen suchten Mona und ich uns schon mal die Kaeppies aus. Welch ein fantastischer Anblick!

Wir hauen sie alle um mit unseren tollen Schildmuetzen!

Anna in unserem Lieblingscafe mit dem leckeren Sirupkuchen

Meiner war auch ganz superlecker!

Und Mona kann gar nicht warten und genehmigt sich schon mal einen Bissen.

Die Cafeclique

Ein nettes Haeuschen in VT

schnell noch ein Foto bevor der Bus kommt

tja und wieder mal hatte ich die Augen zu

aber beim dritten Anlauf hat es dann doch geklappt ;) mein Motto war halt "Augen zu und durch"

Spaziergang um den Kamaka herum

An einem schoenen Fruehlingsabend machten Mona und ich einen Spaziergang entlang des Kamaka...

hier durchbrach die Sonne den dichten Wald

zur Abwechslung mal ein Laubbaum

Mona posiert vor dem schoenen Gorna

das Blockmeer von Gorna Oryahovitsa

hierhin sind wir gelaufen, bei Sonnenschein sah alles noch viel besser aus

wir zwei machten Schattenfiguren im Stroh

ein paar Schneegloeckchen

eine meine liebsten Beschaeftigungen....

wir mutmassten, dass hier vor nicht allzu langer Zeit auch mal jemand gewohnt hat-traurig!

wer das Bild sieht, koennte denken, dass GO doch ganz huebsch ist

die zwei Spaziergaengerinnen

ich bei meiner Aufwaermuebung, gelernt von Frau Doepel, Verzeihung Ruehlmann, bevor man Kugelstossen macht

Haidi, pak!!!!!!

auf diesem Berg krauchten wir dann herum

Felis Weg

es hatte mal wieder jemand was angezuendet

Mona beim Entspannen

ganz schoen steiler Abhang

ich halte Ausschau-bloss wonach?

verfallene Ruine
der Lehmberg

et finalement les "Saubermacher", die Muellabfuhr

Neues aus GO

aus der Ferne sehe ich auch noch recht begeistert aus..

gerade beim Staubausschuetteln

der Staublappen- sehr appetitlich- muss ich schon zugeben

Mona entdeckte derweil eine andere Beschaeftigung , das Stelzenlaufen, fuer mich ist das nichts

kleine Verschnaufpause

Magi aus dem Theater beim Poispielen

sieht recht ueberfordert aus, die Gute

Tja, es ist ja schon fast Ewigkeiten her seitdem ich mal was berichtet habe.. ja es passierte einfach viel zu viel, dass ich keine Ahnung hatte wo anzufangen..So falls ihr es noch nicht bemerkt habt, ich habe eine neue Aufgabe im Jugendtheater. Ganz konkret geht es darum den Raum ordentlich zu halten… Da fragte ich mich natuerlich, ob sie jetzt die Reinigungskraft einsparen wollten??? Ich darf seit Februar Schraenke auswischen, die wahrscheinlich seit zehn Jahren keiner mehr gesaeubert hat. Ehrenvolle Aufgabe…Oder die dreckigen Vorhaenge ordnen. Ich fragte Violeta, ob wir sie vorher nicht mal waschen sollten, aber sie meinte es sei so in Ordnung..Na ja wenn sie meint. Der Staub war schon ganz ordentlich!!!! Simeon sagte mir auch noch, dass ich saemtliche Prospekte- und davon gibts jede Menge- ordnen soll. Hab ich auch gemacht, aber ich war natuerlich zu ordentlich. Ich haette alles nur nach huebsch und haesslich sortieren sollen. Abgesehen davon, dass er ja ohnehin nichts davon versteht, weil er nur Bulgarisch spricht, ist es ja vollkommen egal wie ich was sortiere, er versteht es eh nicht. Und ich war beim Aussortieren ganz eifrig, aber das gefiel ihm natuerlich gar nicht, weil er typisch bulgarisch voll der Messietyp ist und sich von nichts trennen kann. Man koennte es in zehn Jahren oder so bestimmt nochmal brauchen. Wer weiss……. Dann dachte ich mir auch, dann bleibt der Kram halt da, mir solls doch egal sein, wenn es Simeon so lieber gefaellt…Viel Spass den anderen Freiwilligen nach mir! Die warden sich vor Muell und altem Geruempel nicht mehr retten koennen. Oder ich habe die Fotos, die schon total vergilbt waren abgenommen, und jetzt sieht der Raum halt sehr leerfgefegt aus. An sich ist das ja kein Problem fuer mich sowas zu machen. Mich nervt es halt nur, dass ich nichts wegwerfen kann, auch wenn es ein altes Prospekt von 1969 ist. Und vor allen Dingen ist es auch langweilig, wenn Simeon mal nicht da ist und mir keine Aufgabe gegeben hat, denn dann muss ich trotzdem dableiben. Weil in der Nationalagentur gibt es ja Mitarbeiter, die unangekuendigt hereinkommen koennten und dann sehen wuerden, dass ich nichts mache oder noch viel schlimmer nicht da bin. Wenn ich keine Aufgabe habe und Simeon nicht da ist, gehe ich natuerlich nicht immer hin oder aber hoere mir Musik an oder mache halt alles, was ich sonst zuhause machen wuerde dort.. Auch, weil Violeta uns dauernd sagt, dass wir mit den Heizkosten schon deutlich ueber dem Limit sind. Ja sollen wir frieren oder was??? Einen Monat, in dem wir- Ramona und ich- dauernd heizten war die Rechnung bei 200 Leva und im naechsten Monat heizten wir weniger und der Preis lag bei 300 Leva… Also das kommt mir leicht spanisch vor. Na gut, dann gehe ich halt abends immer ins Theater oder ins Parlament und dann steigen dort eben die Heizkosten…. Wie rum ich das nun mache, ist mir letzenendes egal. Mona hat endlich erfahren, dass sie umziehen muss, wenn die Franzoesin kommt, irgendwo in der Naehe der Schule im zweiten Stock, bekommt sie ein Zimmer bei einer Frau zur Untermiete. Wie schoen, dass Violeta immer so schnell ist und alles etwa zwei Wochen vorher sagt… Genauso war es auch mit dem Interview, das am 10.2 in der Bibliothek stattfand. Wie immer machte Violeta vorher Stress, dass Mona alleine 15 min. reden muesste und im Nachhinein war wie immer alles nur Panikmache. Ja so sind sie die Bulgaren, keinen Plan und andere auch noch in Panik versetzen und letztendlich war alles doch ganz harmlos. Ich durfte auch reden. Mona hatte mir vorher gesagt, dass das Interview mit der Frau sein wuerde, die sie damals ausgelacht hatte wegen ihres Bulgarischs. Ich machte mir diesbezueglich keine Sorgen.. Ich hatte mir ueberlegt sie zu fragen warum sie ueber mich lacht und eventuell ueber sie zu lachen. Zum Glueck kannte ich schon das Thema des Interviews, also konnte ich gut darauf antworten. Und die Frauen aus dem Zenter sahen uns am Abend im Fernseher.. So, das war erstmal das Alltagsgeschehen in GO aus etwa drei Wochen zusammengebuendelt. Ach ja noch darauf zurueckzukommen, dass ich ja jetzt am Nachmittag keine Freizeit habe- ich kann auch nicht mehr zum Sport gehen, was ich sehr bedauere, weil die Sportclubzeiten genau dann sind, wenn ich im Theater bin und dort aufraeume. Deswegen habe ich meine Spaziertaetigkeit ausgeweitet.

Freitag, 6. Februar 2009

Die guten alten Vorsaetze... und was aus ihnen geworden ist

Die lokale Muellhalde nahe dem Stadion in GO, obwohl dort nur wenig herumliegt, verglichen mit anderen Orten.

Halte deine Umwelt sauber! Das ist auf jeden Fall nicht von allen Bulgaren umgesetzt und verstanden worden. Vorstaz Nummer drei ist in der Natur ein bisschen den Muell wegzuraeumen...
nochmal vielen Dank fuer die Hilfe beim Fotografieren, Mona :) !

mein anderer vorsatz, netter und freundlicher zu meiner Mitbewohnerin zu sein, ist natuerlich nicht ganz ernst gemeint ;) hihihi

Ramona auf dem Baum sitzend, harmoniert sehr

ganz deutlich im Hintergrund erkennbar, die Tribuene des Stadions von GO


Im Stadion in GO,, man sieht ja wie ernsthaft ich das mit dem Sport nehme.. aber ehrlich ich war die ersten drei Wochen im Januar dreimal die Woche beim Leichtathletik, danach hatte ich leider keine Zeit mehr, weil ich jetzt jeden Tag im Jugendtheater den Raum aufraeume und ausmiste, was sich als sehr schwer herausstellt, weil ich ja nicht alles entsorgen kann, was ich moechte und Simeon ein absoluter Messie ist. ich haette schon mehr als die Haelfte entsorgt, wenn ich koennte, und ich glaube auch nicht, dass er merken wuerde wenn was fehlen sollte. Aber ich brauche keinen Stress und deshalb lasse ioch halt einiges so wie es ist. Er meint halt immer, dass man nie wissen kann, ob man das oder jenes nicht doch noch mal gebrauchen kann... Messie halt. irgendwann ist in dem Raum kein Platz mehr fuer das ganze Prospektzeug, Kulturprogramme von europaeischen Austauschen oder alten Reisekatalogen.